Am 10.10.25 fand das angekündigte Treffen der Klimagruppe statt. Erfreulicherweise bestand reges Interesse und es folgten über 20 Personen unserer Einladung, so dass der Sitzungssaal im Rathaus gut gefüllt war.
Gekommen waren Mitglieder, interessierte Mitbürger, Gemeinderäte, sowie Winzer und Landwirte aus Ober- und Untereisenheim.
Zuerst gab Kathrin Bursch einen Überblick über bisherige Aktivitäten der Klimagruppe, sowie über aktuelle Projekte, Ideen und Ziele.
Beim Thema Naturverjüngung (Erhalt und Pflege von Bäumen und Sträuchern, die von selbst aufgegangen sind) bzw. der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern im Gemeindegebiet entstand eine rege Diskussion. Die Klimagruppe unterstützt den Antrag des Winzers David Amling auf "Renaturierung und Kleinstrukturierung der Flur". Der Antrag wurde in der Gemeinderatssitzung vom 20.03.25 angenommen und wird in einer Projektgruppe aus allen Beteiligten (Grundstückseigentümer, Bewirtschafter, Gemeinderat, Jagdgenossen, Weinbauverein, interessierten Bürgern und Klimagruppe) weiter verfolgt werden. Es bestand Konsens darin, am „Runden Tisch“ teilzunehmen, den der Bürgermeister Christian Holzinger organisieren wird, um passende Standorte gemeinsam auszuwählen und die Bedürfnisse aller Beteiligten zu berücksichtigen.
Jutta Bandorf regte an, bei dieser Gelegenheit auch zu überlegen, wo evtl. Wasserrückhalte-Möglichkeiten mit einfachen Mitteln umgesetzt werden könnten („Schwammland“).
Innerorts wurde von Teilnehmern des Treffens angeregt, auch Baumpflanzungen am Spielplatz, sowie am Boules-Platz an der Untereisenheimer Dorfmauer vorzunehmen, da die Örtlichkeiten an sonnigen Tagen, aufgrund der fehlenden Beschattung, nur eingeschränkt nutzbar sind. Eine Bürgerin schlug vor, Unterschriften für die Baumpflanzungen zu sammeln, um deutlich zu machen, dass hier von mehreren Personen Handlungsbedarf gesehen wird. Somit wird der entsprechende Antrag der Klimagruppe an den Gemeinderat unterstützt.
Weiterhin wurde auf das Problem der vielen unbewirtschafteten Weinberge eingegangen. Sowohl die Winzer, als auch die Klimagruppe, haben großes Interesse an einer sinnvollen Nutzung dieser brach liegenden Flächen. Es zeigte sich, dass auch diesbezüglich Gesprächs- und Handlungsbedarf besteht.
Außerdem referierte der Untereisenheimer Professor Dr. Jürgen Rauh über Inhalte und Stand eines Forschungsprojekts der Uni Würzburg, dem „Maintalprojekt“. Ziel des Projekts ist es, die durch den Klimawandel hervorgerufenen Veränderungen zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen und Konzepte im Hinblick auf Klimafolgen vor Ort zu entwickeln und durchzuführen (z.B. Anpassung an Starkregen und Überschwemmungen).
Insgesamt zeigte sich an diesem Abend, dass - trotz teils unterschiedlicher Sichtweisen und Interessenlagen - die Bereitschaft besteht, zum Thema Naturverjüngung/Baum- und Heckenpflanzungen, im Rahmen eines „Runden Tisches“ zusammen zu arbeiten.
Wir finden es schön zu sehen, dass Natur- und Klimaschutz vielen wichtig ist und bedanken uns für die positiven Rückmeldungen und alle Unterstützung.